"Was machen Sie beruflich?"


Das berufliche Leben als Patchwork, entstanden aus Neigungen, Begabungen und - dem Zufall. Einige "Grundfarben" tauchen immer wieder auf und halten alles zusammen. Mein besonderes Interesse gilt: Sprache(n); anderen Menschen und ihren Lebensgeschichten; alternativen Lebensentwürfen jenseits von Konsum und Hektik; fremden Kulturen (insbesondere China) und den reizvollen Unwägbarkeiten interkultureller Begegnungen.

Vorträge

Wenn Sie Interesse haben, mich für einen Vortrag zu engagieren, nehmen Sie bitte Kontakt auf. 
 
Neu!!! In der Reihe "Starke Frauen"
Zum 100sten Todestag der Schriftstellerin Fanny (Franziska) zu Reventlow
 


"Ich will überhaupt lauter Unmögliches..."
Fanny zu Reventlow und die Grenzen der Bilder

Fanny zu Reventlow, im Mai 1871 in Husum geboren, ist ein wildes und eigensinniges junges Mädchen, das sich vehement gegen die Erziehung zur "höheren Tochter" wehrt. Künstlerin möchte sie werden und geht nach München, um dort Malunterricht zu nehmen. Mit ihrer Schönheit, ihrer Lebenslust und ihrem freien Liebesleben wird die "tolle Gräfin" schnell zu einer gefeierten Figur der Schwabinger Boheme. Doch dieser Lebensentwurf, der ihr Freiheit und Abenteuer ermöglicht, hat auch seine Schattenseiten. In ihren Tagebüchern, Briefen und Romanen werden diese Widersprüche auf unterschiedliche Weise thematisiert. Fanny zu Reventlow stirbt mit 47 Jahren im Juli 1918 in Locarno. Der Vortrag zeichnet – unterstützt durch Fotos und Passsagen aus den Werken Reventlows – die Möglichkeiten und Grenzen eines äußerst spannenden Frauenlebens um die Wende zum zwanzigsten Jahrhundert nach.


Vortragsreihe: Starke Frauen

Die Vortragsreihe "Starke" Frauen stellt ungewöhnliche Frauen vor, die in ihrer Zeit auf verschiedenen Gebieten revolutionär, visionär und einflussreich waren. Eingebettet sind ihre Lebensgeschichten in den zeitgeschichtlichen Hintergrund, vor dem sie ihr Wirken entfalten konnten. Die Reihe wird im Laufe der Zeit noch ausgebaut.

Bertha von Suttner (1843-1914)


"Ein Leben für den Frieden" war der Schriftstellerin und späteren Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner keineswegs in die Wiege gelegt. Wie andere aristokratische junge Frauen ihrer Zeit amüsierte sie sich auf Bällen und träumte von einem Leben in Glanz und Reichtum. Erst im Kaukasus, wohin sie nach einer heimlichen Trauung mit ihrem Mann geflüchtet war, entwickelte sie eine andere Weltanschauung und probierte sich als Schriftstellerin aus. Sie war schon Mitte 40, als sie mit dem Antikriegsroman "Die Waffen nieder!" einen Weltbestseller schrieb und mit einem Schlag zu einer herausragenden Figur der Friedensbewegung wurde.



Cixi (1835-1908)

Cixi war die letzte chinesische Kaiserin. Obwohl ihr als Frau diese Möglichkeit eigentlich versagt war, regierte sie de facto fast 40 Jahre lang das chinesische Reich, erst als Kaiserinwitwe für ihren Sohn, später für ihren Neffen. Sie gilt als eine der zwiespältigsten Personen der chinesischen Geschichte. In einer schwierigen Zeit trugen ihre politischen Fehleinschätzungen mit zum Niedergang des chinesischen Kaiserreiches bei. Ihr Aufstieg von einer einfachen Konkubine des Kaisers zur einflussreichsten Persönlichkeit der späten Qing-Dynastie regte auch im Westen die Phantasie von Biografen und Romanautoren an.


Jiang Qing (1914-1991) 

Jiang Qing, die vierte und letzte Ehefrau Mao Tse Tungs und treibende Kraft hinter der chinesischen Kulturrevolution, stammte aus ärmlichen Verhältnissen und war zunächst Schauspielerin, bevor sie sich der kommunistischen Bewegung anschloss. Ihre Ehe mit dem fast 20 Jahre älteren Mao wurde von der Parteiführung nicht gerne gesehen, zumal sie bereits einige skandalträchtige Beziehungen hinter sich hatte. Erst Mitte der 60er Jahre gewann sie allmählich an Einfluss, wurde Ministerin für Kultur und nutzte ihre Macht, um ihre Feinde zu beseitigen und alle nicht-kommunistische Kunst zu unterdrücken. Nach dem Tod Maos 1976 wurde sie als Teil der sogenannten Viererbande verhaftet und verurteilt.


Vortragsreihe China

Kaufleute, Missionare, Soldaten ... - Deutsche in China bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts

Geachtete Kaufleute und dubiose Militärberater, Kolonialherren und Kenner der chinesischen Kultur, Missionare und Gelehrte, Nazis und geflüchtete Juden, die Geschichte der Deutschen in China hat viele Facetten und ist hochinteressant, nicht zuletzt auch im Hinblick auf das heutige Verhältnis der beiden Länder. Anhand vieler Originaltexte (Briefe, Tagebücher, Reiseberichte ...) wird die wechselvolle Geschichte der Deutschen in China von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Repatriierung nach dem Zweiten Weltkrieg lebendig.

Altern in China

Zeichnung Zhao Yiyang
Schon für Konfuzius stand fest: Das Alter ist die Zeit der persönlichen Reife, die Jüngeren haben die Älteren zu respektieren, und es ist die Aufgabe der Kinder für die Eltern zu sorgen. Seitdem sind zweieinhalbtausend Jahre vergangen und die chinesische Gesellschaft hat sich allein in den letzten 30 Jahren stark verändert. Die Zahl der alten Menschen wächst, die Familienstrukturen verändern sich und die Lebensvorstellungen der Jüngeren stimmen mit denen der älteren Generation nur noch bedingt überein. Trotzdem ist die Familie weiterhin ein wichtiger Faktor und die konfuzianischen Werte werden immer noch hochgehalten. Wie passt das alles zusammen? Wie leben alte Menschen in China und welche Rolle spielen sie in der Gesellschaft?


Die Hälfte des Himmels - Frauen in China

Zeichnung: Zhao Yiyang
Der Eindruck von Frauen in China ist widersprüchlich. Einerseits hört und liest man von Geringschätzung und Unterdrückung, andererseits sind chinesische Frauen im Alltag überall präsent und in weit höherem Maße berufstätig und finanziell unabhänig als in Deutschland. Im neuen China findet man unter anderem aufopferungsvolle Mütter, selbstbewusste Unternehmerinnen, erfahrene Naturwissenschaftlerinnen und junge Mädchen, die von einem Leben als Hausfrau träumen.
Die Vorstellungen, wie Frauen sind oder sein sollten, waren in China im Laufe der letzten hundert Jahre extremen Wandlungen unterworfen und prallen heute noch aufeinander. Der Vortrag geht den unterschiedlichen Frauenbildern nach und stellt die Frage, welche Möglichkeiten und Grenzen sie realen Frauen heute bieten.


"Der Weise hängt an keiner Idee" 
Grundgedanken der alten chinesischen Philosophie

Zeichnung: Zhao Yiyang
Fast jeder hat schon einmal von Tao, Tai Ji oder Traditioneller Chinesischer Medizin gehört. Sprüche von Lao Tse oder Konfuzius, wie "Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt" oder "Das weiche Wasser bricht den Stein", findet man in Kalendern und Poesiealben. Doch wie hängen diese Vorstellungen eigentlich zusammen und was steckt hinter diesen Sprüchen?
Die alte chinesische Philosophie entwickelte sich vor rund 2500 Jahren, etwa zur gleichen Zeit wie die griechische Philosophie in Europa. Sie hat ihre eigene Kohärenz und Logik und ist eine Herausforderung an das westliche Denken.
Im Vortrag werden die Grundgedanken der alten chinesischen Philosophie anschaulich dargestellt und es wird der Frage nachgegangen, ob sie in der heutigen Zeit und für Menschen im Westen noch aktuell sind.


Die leichteste Sprache der Welt?
Faszination und Tücken der chinesischen Sprache und Schrift

Zeichnung Zhao Yiyang
"Chinesisch ist die leichteste Sprache der Welt, wenn sie unbefangen gelernt wird. Aber für neugierige Frager bietet die Sprache eitel Tücken. Da hilft auch die modernste Methode nichts", so stellte der Sinologe Richard Wilhelm in den 20er Jahren fest. Eine Sprache ohne Grammatik, das hört sich verlockend an. Warum ist sie dann für Westler trotzdem so schwer zu erlernen? Und was hat es mit diesen vielen Schriftzeichen auf sich, die faszinierende Geschichten zu erzählen wissen und doch so mühsam zu behalten sind?
Nach dieser informativen und vergnüglichen Einführung werden Sie nicht Chinesisch sprechen können, aber sie werden einen kleinen Einblick in ein ganz anders geartetes Sprach- und Schriftsystem erhalten - und vielleicht bekommen Sie ja Lust, sich weiter damit zu beschäftigen.


Peking - Metropole im Umbruch

Zeichnung Zhao Yiyang
Im Ballungsgebiet von Peking leben heute etwa 13 Millionen Menschen und es werden immer mehr. Überall schießen neue Wohngebiete aus dem Boden, der Autoverkehr ist ein Problem, die Luftverschmutzung erreicht Rekordwerte. Doch mitten im Zentrum kann man plötzlich auf Gassen und Viertel stoßen, die fast dörflich anmuten und in denen das Leben gemächlich vor sich geht. Wie leben Menschen in dieser Stadt? Wie gehen sie mit den Widersprüchen und Entwicklungen um?
In diesem Foto-Vortrag möchte ich Ihnen ein lebendiges Bild des Alltagslebens in der Metropole vermitteln und Sie in eine Stadt mitnehmen, die ich oft anstrengend fand und die mir doch mit der Zeit lieb und vertraut wurde.

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